HAUS H
Wie eine begehbare Skulptur steht das Wohnhaus am Rande eines Steinbruchs mit herrlichem Blick auf die gegenüberliegende Altstadt. Ebenerdig und komplett schwellenlos bietet das Haus erlebnisreiche und zugleich funktionale Räume. Sechs unterschiedlich hohe Kuben beherbergen die privaten Bereiche, dazwischen erstreckt sich eine großzügige, bodentief verglaste Wohnhalle, die Plätze zum Essen, Arbeiten oder einfach nur Ausblicke in den Garten und auf die Stadt anbietet.
Rahmenlose Verglasungen, die präzise gefertigten Einbaumöbel sowie der, innen und außen gleichermaßen verwendete, Kalkputz lassen die Übergänge zwischen Gebäude und dem weitläufigen Grundstück nahezu verschwinden und erweitern den Wohnraum in die Natur. Ohne eine einzige Stufe kann das Gebäude darüber hinaus flexibel bis ins hohe Alter genutzt werden.
Der Fokus des Entwurfs lag auf einem Wohnhaus, das bis ins hohe Alter ohne Einschränkungen bewohnt werden kann und gleichzeitig dem außergewöhnlichen Grundstück gerecht wird. Material und Konstruktion sind darauf ausgelegt, mit der Zeit natürlich zu altern und reparierbar zu sein, ohne Funktionen und ästhetischen Qualitäten zu verlieren. Das Energiekonzept folgt diesem Ansatz konsequent. Die reinen Erstellungskosten rücken dabei zu Gunsten der niedrigen Kosten über den gesamten Nutzungszeitraum in den Hintergrund.
“Kostengünstig und nachhaltig bauen heißt auch, dass man in einem Haus bleiben möchte und es lange unverändert mit Leben erfüllen kann.”
aus: KostenBewusstBauen - Zukunftsweisende Architektur bei Neubau und Sanierung
Haus H wurde mit dem Staatspreis „Vorbildliche Bauten in Hessen“ ausgezeichnet.
Publiziert in:
EFH_D Architektenhäuser in Deutschland
KostenBewusstBauen - Zukunftsweisende Architektur bei Neubau und Sanierung
Projektgemeinschaft mit Kohlmayer Oberst Architekten
Fotos: Daniel George Photography, Hannover